Qualifikationskurs „Hygienebeauftragter Arzt“
für Niedergelassene

gemäß den Verordnungen zur Hygiene und Infektionsprävention in medizinschen Einrichtungen der Länder

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Termine:
06./07. Juli 2019
im Ev. Krankenhaus Mettmann, Gartenstr. 4 – 8, 40822 Mettmann

Rechtlicher Hintergrund zum Kurs

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das Infektionsschutzgesetz 2012 [1] hat im § 23 den Ländern aufgegeben, eine Verordnung zur „Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen“ (HygMedVO) zu erlassen.

Dies haben mittlerweile alle Länder umgesetzt, im Detail durchaus unterschiedlich. In allen Bundesländern besteht die Qualifikationsverpflichtung zum „Hygienebeauftragten Arzt“ für ambulant operierende Einrichtungen. Für Praxen mit invasiven Eingriffen (also für alle endoskopierenden Praxen) besteht diese Verpflichtung nur in einigen KV-Bereichen (z.B. in Nordrhein-Westfalen). [2]

Die Abgrenzung zwischen ambulant operierenden Einrichtungen und urologischen Praxen ist jedoch nicht sicher definiert.
Hinzu kommen die Vorgaben der KRINKO-Empfehlung „Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen“. [3]

Diese Kurse bedürfen der Anerkennung durch eine Landesärztekammer und setzen grundsätzlich eine Kursdauer von 40 Stunden, also eine ganze Arbeitswoche, voraus.

Warum bietet die Uro-GmbH diesen Kurs an?

Kurse von Hygienikern sind auf dem Markt. Deren Referenten sind fachlich hochqualifiziert, jedoch mit wenig Kenntnis über die Implikationen einer Vertragsarztpraxis.

So kann die Kür zu Pflicht werden – ohne Sensibilität für die organisatorischen und wirtschaftlichen Folgen für die Praxis.

Dieser Kurs folgt dem Konzept „von der Praxis für die Praxis“.Die Konzeption durch niedergelassene Ärzte stellt sicher, dass die Lerninhalte – unter Beachtung der gesetzlichen Verpflichtungen – immer auch aus der Sicht des Praxisinhabers vermittelt werden.

Die Idee dieses Kurses ist es, den zeitlichen Rahmen der Präsenz auf ein Wochenende einzugrenzen und die Kursinhalte auf die Praxis zu fokussieren.

Der Kurs besteht aus einer Präsenzveranstaltung und einem Selbststudium einschließlich Lernerfolgskontrolle mit Hilfe einer Online-Lernplattform, einer Seminarbroschüre und einer umfassenden Literatur-CD.

Dieser industrieunabhängige Kurs ist von der Landesärztekammer Nordrhein anerkannt und damit „behördenfest“.

Wir würden uns freuen, Sie, liebe Kollegin, und Sie, lieber Kollege, in unserem Kurs begrüßen zu dürfen.

Dr. W. Rulf,
Erkrath

Langjähriger Fachreferent für Hygiene des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU)

Dr. R.M. Schaefer,
Bonn

Ärztl. Geschäftsführer Uro-GmbH Nordrhein Ressort Fort- und Weiterbildung


[1]Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch Artikel 4 Absatz 20 des Gesetzes vom 18. Juli 2016 (BGBl. I S. 1666) geändert worden ist“

[2] Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO); Gesetz- und Verordnungsblatt (GV.NRW.) Ausgabe 2012 Nr. 8 vom 30.3.2012; Seite 139 bis 154

[3] Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention. Bundesgesundheitsbl 2009 · 52:951–962 DOI 10.1007/s00103-009-0929-y Online publiziert: 20. August 2009 © Springer-Verlag 2009

Unsere Referenten

Dr. Wolfgang Rulf
Facharzt für Urologie, Erkrath/Mettmann
Hygienebeauftragter Arzt für Ambulantes Operieren der ÄK Nordrhein
Dr. Reinhold-M. Schaefer
Facharzt für Urologie, Bonn
Ärztl. Geschäftsführer Uro-GmbH Nordrhein
Vorsitzender der Qualitätssicherungskommission
Ambulantes Operieren der KVNo
Dr. Götz Geiges
Facharzt für Urologie, Berlin
Mitglied des Arbeitskreises Infektiologie der
Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU)
Dr. Birgit Ross
Fachärztin für Innere Medizin, Infektiologie,
Hygiene und Umweltmedizin
Leitung Krankenhaushygiene der
Universitätsklinik Essen

Programm

Samstag, 09.00 – 19:00 Uhr

  • Grundsätzliches – Nosokomiale Infektionen – Begriff des Risikos in der Hygiene
  • Gesetzliche und normative Regelungen
  • Qualifikationsanforderungen
  • Allgemeine Hygiene
  • Arbeitsschutz
  • Rationale Antibiotikatherapie – Antibiotika stewardship
  • Prävention postoperativer Wundinfektionen
  • Erstellen eines Hygieneplans

 

Sonntag, 09:00 – 18:00 Uhr

  • Infektiologie – Multiresistente Erreger – MRE-Netzwerke
  • Ausbruchsmanagement inkl. Beispiele
  • Wassersicherheitsplan
  • Baulich-technische Anforderungen
  • Management und Aufbereitung von Medizinprodukten (MP)
  • Begehungsmanagement
  • Schlussbesprechung